Kahlschlag für neue Eigenheime

45 Bäume auf früherem Schulgelände gefällt

Während sich die Grundschulkinder im Kannenstieg in den Winterferien erholten, wurden in ihrer Nachbarschaft die Holzfäller aktiv. In den vergangenen Wochen wurden auf dem ehemaligen Schulgelände rund um die Grundschule insgesamt 45 Bäume gefällt.

Hintergrund ist die geplante Bebauung des Areals, auf dem einst das Herder-Gymnasium stand. Das wurde vor über 10 Jahren abgerissen. Nun sollen dort neue Wohnhäuser entstehen, ein entsprechender Bebauungsplan wird derzeit von der Stadtverwaltung erstellt. Der jüngste Entwurf wurde erst im Januar vom Stadtrat abgesegnet, demnächst wird er öffentlich ausgelegt. Ist er erst einmal beschlossen, wird die Stadt die Grundstücke in Eigenregie vermarkten.

Eins steht jetzt schon fest: Die Parzellen werden mit Baum verkauft. Denn wie Michael Reif erklärt, hat das Umweltamt im Gegenzug für die Fällgenehmigung angeordnet, dass insgesamt 53 neue Bäume gepflanzt werden müssen. 32 davon sollen auf den künftigen Parzellen stehen. Die übrigen Bäume werden unter anderem im Bereich des Schulgartens und auf dem Gelände des Verkehrsübungsplatzes gepflanzt, so Reif.

Geplant sind laut Stadtverwaltung „kostengünstige Wohnbauflächen für die Eigenheimbebauung“. Sowohl Einzel- als auch Doppelhausbebauung soll möglich sein, die sich an den bestehenden Häusern südlich des Areals orientieren. Die Erschließung erfolgt über zwei Stichstraßen von der Straße Kannenstieg aus.

(Quelle: Volksstimme, 24.02.2015)

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