Entfernte Galaxien und unser Mond – zum Greifen nah

Astronomisches Zentrum lädt ab Freitag wieder zu Beobachtungen und Präsentationen ein / Unser Erdtrabant ist in 200-facher Vergrößerung zu bestaunen

Ob „Mann im Mond“, Ebbe und Flut, Schlafwandler oder Mythos vom reißenden Werwolf in der Vollmondnacht – der Mond, unser Erdtrabant, übt eine faszinierende Wirkung auf uns aus. Um unseren außerirdischen Begleiter dreht sich deshalb auch der nächste bundesweite Astronomietag. Die „Lange Nacht mit Luna“ steigt am Sonnabend, 19. März. Auch in Magdeburg dürfen sich Sternfreunde auf die Suche nach dem „Mondgesicht“ und anderen Rätseln rund um unseren kosmischen Nachbarn machen. Das Astronomische Zentrum in der Pablo-Picasso-Str. 20 lädt mit dem gleichnamigen Freundeskreis zum Mondgucken und -bestaunen ein. Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt. Der Mond befindet sich dann im guten ersten Viertel. „Damit werden die Mondkrater an der Lichtschattengrenze besonders eindrucksvoll zu sehen sein. Besser als bei Vollmond“, macht Gunther Loof, Astrolehrer und Leiter des Astronomischen Zentrums, neugierig auf das himmlische Spektakel.

Viel Technik wird an dem März-Sonnabend parat stehen: Mehrere kleine Fernrohre laden auf der Plattform oben auf dem Gebäude der Grundschule Am Kannenstieg zum Beobachten ein. Auch ein großes Fernrohr wird dort stehen. Und da ist natürlich das Herz der Sternwarte: Der große Coudé-Refraktor unter der Kuppel erlaubt eine rund 200-fache Vergrößerung. Den Mond in Höchstform gibt’s da zu sehen – wenn man so will. Der Astroabend für die ganze Familie beginnt um 18 Uhr mit der Beobachtung und paralleler Präsentation. „Und sollte es Strippen regnen, wär’s nicht ganz so schlimm: Im Planetarium können wir alles simulieren“, verspricht Gunther Loof.

Der Freundeskreis lädt auch schon in dieser Woche zu einem besonderen Abend ins AZM ein: Astrofotograf Uwe Wohlrab stellt am Freitag, 4. März, um 19 Uhr die schönsten Beobachtungen am Nachthimmel in atemberaubenden Bildern vor. Imposante Gasnebel und entfernte Galaxien sind so für uns zum Greifen nah.

(Quelle: Volksstimme, 29.02.2016)

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