Liniennetz steht noch nicht fest

Fragen und Antworten aus der Bürgerversammlung zur neuen Straßenbahntrasse nach Nord

Bei einer Bürgerversammlung zur neuen Straßenbahntrasse in den Kannenstieg wurden am Mittwoch viele Fragen gestellt.

Wie wird das Liniennetz in Nord künftig aussehen?

„Das steht noch nicht fest“, betonte MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel. Klar sei, dass es eine direkte Verbindung zum Hauptbahnhof bzw. zur Innenstadt geben wird. Wohin die Linie dann weiterfährt, muss noch geklärt werden. Die Buslinie 71 bleibt in jedem Fall erhalten.

In welchem Takt wird die Bahn fahren?

Wie alle anderen Linien in der Stadt soll die Linie 8 im 10-Minuten-Takt zur Hauptverkehrszeit unterwegs sein.

Warum muss im Burgstaller Weg in die Grundstücke eingegriffen werden?

Laut Planerin Annette Hoberg wurden verschiedene Varianten untersucht. Auf der anderen Straßenseite wären Wohnhäuser betroffen gewesen; auch bei einer Mittellage der Trasse, müsste man dort eingreifen. In der Abwägung wurde sich schließlich zu Ungunsten der Grundstücke auf der Ostseite der Straße entschieden.

In der Johannis-R.-Becher-Straße werden durch den Trassenbau Parkplätze wegfallen. Wird es neue geben?

Es werde immer Beeinträchtigungen von vorhandenen Gewohnheiten geben, hieß es dazu von Planerseite. Zugleich wurde auf die Einrichtung von Stellplätzen an der neuen Wendeschleife hingewiesen.

Wie sieht es mit dem Lärmschutz aus?

Planer Jörg Scheibe: „Durch das Rasengleis werden die gesetzlichen Grenzwerte nicht überschritten.“ Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens wird der Einfluss der Bahn individuell durch ein Lärmschutzgutachten untersucht.

Warum wird überhaupt eine Straßenbahn gebaut?

Sie ist wirtschaftlicher als ein Bus. Eine Bahn kann 222 Personen befördern, so viele wie zwei Busse oder 185 PKW, rechnet Münster-Rendel vor.

Basieren die Pläne auf einem Beschluss von 1999? Wurden Änderungen, zum Beispiel bei der Bevölkerungszahl, beachtet?

„Das ist richtig“, räumt die MVB-Chefin ein und spricht von einer Rahmenvereinbarung zwischen Stadt, Land und Bund die Verbindung bauen zu wollen. 2008 und zuletzt 2013 wurden die aktuellen Gegebenheiten vor Ort untersucht und die Pläne danach angepasst.

(Quelle: Volksstimme, 23.09.2016)

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