Bürgerhaus Kannenstieg

Im Bürgerhaus Kannenstieg finden die Besucherinnen und Besucher vielfältige Angebote verschiedenster Bereiche. Neben dem Alten- und Service-Zentrum des PARITÄTISCHEN beherbergt das Bürgerhaus den Deutschen Familienverband. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1993 entwickelte sich das Haus zu einem wichtigen und beliebten Treffpunkt im Kannenstieg.

 

 

 

 

Die Angebote im Bürgerhaus

Kontaktdaten

Bürgerhaus Kannenstieg

Deutscher Familien Verband

Joh.- R.- Becher- Str. 57

39128 Magdeburg

Telefon:    0391 / 7217470

 

Ansprechpartner: Rene Lampe


Neuigkeiten aus dem Bürgerhaus

Di

16

Aug

2022

Orientalischer Fattoush trifft auf Kartoffelsalat

Deutsch-syrisches Kennenlernen in der Küche

Um sich näher kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen, haben sich jüngst syrische Frauen und Seniorinnen aus dem Norden Magdeburgs im Herz-ASZ im Kannenstieg zu einem gemeinsamen Kochen getroffen. „Typische Gerichte aus dem jeweiligen Land wie der orientalische Brotsalat Fattoush und der deutsche Klassiker Kartoffelsalat wurden zubereitet und verkostet“, berichtet Steffi Albers im Alten- und Service-Zentrum. Neben herkömmlichen Gemüsesorten wie Paprika, Tomaten, Gurken, Feldsalat fanden im Fattoush auch weniger bekannte Zutaten wie Granatapfelsirup und das Gewürz Sumach Verwendung. „Natürlich durften in diesem landestypischen Salat frittierte Brotstücke, die zu kunstvollen Schleifen geformt wurden, nicht fehlen“, so Albers weiter. Trotz einiger Sprachbarrieren gab es beim Essen einen regen Erfahrungsaustausch und man erfuhr von der Lebenssituation des Anderen, zieht sie ein positives Fazit.

Die Aktion entsprang der Ideenschmiede von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Herz-ASZ im Bürgerhaus Kannenstieg und der Integrationsgemeinwesenarbeit, um ein friedliches und solidarisches Miteinander im Wohngebiet zu fördern.

Einladungen für die Teilnahme am bevorstehenden Senioren-Minigolfturnier und den freitäglichen Stadtteilspaziergängen des Herz-ASZ möchten einige syrische Frauen annehmen, kann Steffi Albers bereits als erste Erfolge mitteilen. Für den September wurde zudem schon ein gemeinsames Picknick im Herrenkrugpark vereinbart.

(Quelle: Volksstimme, 16.08.2022)

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Do

04

Aug

2022

Beim Kochen ins Gespräch kommen

Das Herz-ASZ im Kannenstieg lädt für nächsten Donnerstag, 11. August, zum internationalen Kochen ein. Bei der Veranstaltung haben die Teilnehmer die Möglichkeit, während des gemeinsamen Kochens miteinander ins Gespräch zu kommen. Stadtteilbewohner aus allen Ländern sind willkommen, um in einen kulturellen Austausch zu gelangen. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um vorherige Anmeldung gebeten. Das Herz-ASZ ist telefonisch unter der Rufnummer 0391/251 29 33 oder vor Ort in der Johannes-R.-Becher-Straße 57 zu erreichen.

(Quelle: Volksstimme, 04.08.2022)

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Do

04

Aug

2022

Mit Kanne und Bollerwagen zum Gießen

Senioren helfen ihrem Bäumchen über die Trockenzeit hinweg und unternehmen einen kleinen AusflugLandauf, landab leiden derzeit Sträucher und Bäume unter der Trockenheit und stehen teils vertrocknet da. Die Senioren aus dem Herz-ASZ im Kannenstieg wollten ihrem Bäumchen, das dem Bürgerhaus Kannenstieg gewidmet ist, ein wenig helfen. Der Baum war im vergangenen Jahr von SPD-Stadtratsmitglied Julia Brandt gespendet worden und soll sich weiter gut entwickeln. Deshalb entschlossen sich die Senioren, einen Bollerwagen mit Gießkannen und frischem Wasser zu beladen, und machten sich auf den Weg zu dem Baum. In der Hans-Grundig-Straße wurde der Feldahorn gepflanzt. „Gerade in der zurzeit heißen und trockenen Wetterperiode machen sich Senioren des Herz-ASZ Gedanken, dass der Baum nicht verdurstet“, berichtet Steffi Albers. Erfreut haben die Senioren festgestellt, dass der Baum bereits aus einem prall gefüllten Wassersack versorgt wird. Das mitgebrachte Wasser war also nur noch eine kleine Zugabe. Die Senioren werden auf jeden Fall im Sommer den Baum immer mal wieder aufsuchen, um zu schauen, ob er Wasser benötigt, kündigt Steffi Albers an. Weitere Bäume wurden nicht gegossen. Allerdings: Wer Lust hat und dem Grün vor seiner Haustür etwas Gutes tun möchte, der kann auch in privater Initiative einmal zur Gießkanne greifen. Bereits Ende Juni wurden Bürger aufgerufen, die Bewässerungsmaßnahmen des Eigenbetriebs Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg zu unterstützen. Der Betrieb appellierte mit der Interessenvertretung Runder Tisch Magdegrün: „Übernehmen Sie Gießpatenschaften für ausgewählte Gehölze, um unser Stadtgrün über die heiße Trockenperiode zu bringen.“

(Quelle: Volksstimme, 04.08.2022)

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Fr

29

Jul

2022

Aktionswochen in der Kleiderkammer

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Do

28

Jul

2022

Sozialarbeit beginnt in der Kita

Kristin Voigt berichtet Politikern über ihre Tätigkeit in der Einrichtung „Bummi“ im Kannenstieg

Träger von Kitas und Kita- Sozialarbeit appellieren an die Politik, die wichtigen Stellen in den Einrichtungen langfristig zu sichern. In der Kita „Bummi“ kam es jetzt zum Austausch.

Seit über einem Jahr ist Kristin Voigt als Sozialarbeiterin in der Kita „Bummi“ im Kannenstieg nun bereits aktiv. Von den gut 80 Familien, deren über 100 Kinder die Einrichtung der Kitawo gGmbH besuchen, betreut sie die Hälfte, teilweise langfristig. Darunter sind auch viele alleinerziehende Mütter. Sie hilft ihnen bei Sprach- und Erziehungsproblemen oder geht mit ihnen Schreiben von Ämtern und Behörden durch. Gibt es Verständigungsprobleme, besorgt sie einen Dolmetscher. Sie macht Dinge, die die 16 Erzieherinnen der Kita längst nicht mehr geschafft haben, und erleichtert ihnen somit die Arbeit. „Es ist schwierig für uns, sich allen Problemen zu widmen. Es gibt immer mehr besondere soziale Bedarfslagen. Die Verständigung ist eine große Herausforderung“, verdeutlicht Kita-Leiterin Iris Schulze. Im Rahmen der vom Awo Landesverband initiierten Sommertour „Politik trifft Praxis“ berichtete Kristin Voigt am Mittwoch einigen Politikern von ihrer Tätigkeit. Neben den Landtagsabgeordneten Tobias Krull (CDU) und Konstantin Pott (FDP) waren auch Julia Brandt (SPD) und Tim Rohne (CDU) aus dem Magdeburger Stadtrat der Einladung gefolgt. Sie hörten sich die Vorteile der Kita-Sozialarbeit an, aber auch welche Probleme es gibt.

Ausländeramt ausgebucht

So sei es aktuell schwierig, bei der Ausländerbehörde einen Termin zu bekommen, wie Kristin Voigt erklärte. In der Kita „Bummi“ liegt der Anteil der betreuten Kinder mit Migrationshintergrund bei über 50 Prozent mit einem guten Dutzend Nationen. „Da läuft der Aufenthaltstitel aus und kann nicht verlängert werden, weil es keinen Termin gibt“, verdeutlichte sie. Das sorge für Existenzängste bei den Eltern, die sich wiederum auf die Kinder auswirken können, ergänzte Awo-Geschäftsführerin Andrea Zander. Und um die Kinder geht es schließlich bei der Kita-Sozialarbeit. Sie sollen durch die Arbeit von Kristin Voigt soziale Kompetenzen aufbauen, um später gleiche Bildungschancen zu haben. In den Schulen gibt es das schon länger. Der Deutsche Familienverband, über den auch Kristin Voigt angestellt ist, betreut zahlreiche Schulen in der Stadt. „Wir haben von unseren Mitarbeitern immer wieder die Rückmeldung erhalten, dass man früher mit der Sozialarbeit anfangen müsse“, berichtete Geschäftsführer René Lampe. Der Stadtrat hatte dies bereits 2020 erkannt und die Kita-Sozialarbeit auf den Weg gebracht.

18 Kitas mit eigener Stelle

Christin Rose ist im Jugendamt die Koordinatorin für die 18 Einrichtungen in der Stadt, die davon profitieren. Von insgesamt 143 Einrichtungen hatten fast alle Bedarf dafür angemeldet, erklärte sie. Finanziert werden können bislang aber nur die 18 Kitas mit dem größten Bedarf, der Großteil über das Kinderfördergesetz des Landes, einige wenige über das Gute-Kita-Gesetz. Die Finanzierungen laufen Ende 2023 beziehungsweise Ende 2024 aus. Die Zukunft ist ungewiss. Deswegen trommeln die Träger dafür, dass die Weichen frühzeitig für eine Verlängerung und Verstetigung gestellt werden. Derzeit kommen gut 900 000 Euro vom Land für die Stellen. Magdeburg habe dabei bundesweit eine Vorreiterrolle, weil hier jede der teilnehmenden Kitas eine Vollzeitstelle habe, betonte René Lampe. Anderenorts müssten Sozialarbeiter ihre Zeit auf mehrere Einrichtungen verteilen, die Arbeit würde darunter leiden. In Magdeburg kann sich Kristin Voigt voll und ganz auf die „Bummi“-Kinder konzentrieren. „Wir sind sehr froh, dass man sich hier so entschieden hat. Der Bedarf ist da“, sagte Iris Schulze. „Ich habe hier mein Büro, das für alle Eltern offensteht“, sagte die Sozialarbeiterin, die außerdem mit den Kindern und Erzieherinnen arbeitet. So bereitet sie derzeit beispielsweise die Gründung eines Kinderrats vor, um deren Beteiligung an Entscheidungen zu fördern. Sogar ein Krippenkind ist dort bereits dabei, erzählte sie.

Bund in der Pflicht

Tobias Krull sieht in der Frage der Finanzierung auch den Bund in der Pflicht. Die Nachricht, dass das Projekt Sprachkita wohl nicht fortgesetzt werde, sei fatal, erklärte er. Die „Bummi“-Kita hat darüber eine Sprachkraft, die dann wegfallen würde. Auch die Zukunft des Gute-Kita-Gesetzes müsse in Berlin entschieden werden. „Uns müssen sie nicht von der Notwendigkeit der Sozialarbeit überzeugen“, sagte er für die vier anwesenden Politiker.

(Quelle: Volksstimme, 28.07.2022)

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