Barrierefreies Töpfern im Kannenstieg

Kreative Besucher des Alten- und Service-Zentrums wollen einen Kalender mit ihren Werken herausgeben

Das Keramikcafé im Alten- und Service-Zentrum im Kannenstieg war eine der letzten Veranstaltungen vor dem Jahreswechsel. Für das neue Jahr haben die Mitarbeiter der Einrichtung viel vor.

Vor dem Jahreswechsel sind die Besucher des Alten- und Service-Zentrums (ASZ) des Paritätischen im Kannenstieg noch einmal richtig kreativ geworden – und das barrierefrei. „Eigentlich haben wir Töpferkurse in der oberen Etage, aber für Menschen, die die Treppe bis dorthin nicht bewältigen können, räumen wir einmal im Monat die Materialien zum Töpfern in das Erdgeschoss“, berichtet Steffi Albers als Sozialpädagogische Mitarbeiterin des ASZ. Das sei zwar ein großer Aufwand, „aber wir können damit eine große Freude bereiten“, sagt sie. Geboren wurde die Idee bei einer Begegnung auf dem Magdeburger Töpfermarkt. „Ich traf dort eine junge Frau wieder, die früher unseren Töpferkurs besucht hatte. Sie konnte nicht mehr kommen, da sie aufgrund ihrer Erkrankung inzwischen auf den Rollstuhl angewiesen ist“, erzählt Albers. Albers gab ihr damals das Versprechen, dass es eine Lösung geben würde, damit sie auch weiterhin ihrem Hobby nachgehen kann. „So haben wir eine regelmäßige Veranstaltung daraus gemacht, die inzwischen auch von Bewohnern des Altenpflegeheimes Heideweg und Gästen der benachbarten Tagespflege genutzt wird“, sagt sie. Die Heimbewohner sehnten sich schon immer danach, zu dem Töpferkurs zu kommen. Beim letzten Treffen vor dem Jahreswechsel haben sie aus Ton Schmuck angefertigt, der nach dem Trocknen gebrannt wird, um dann im Januar mit bunter Glasur verziert zu werden. Das nächste Keramikcafé findet am 25. Januar von 10 bis 12 Uhr statt.

Das Keramikcafé ist aber nur eines von vielen Angeboten im ASZ. Das beginnt montags früh mit Seniorensport und endet freitags mit Qigong. Um alles besser koordinieren zu können, haben sich Vertreter der einzelnen Kurse vor dem Jahreswechsel bei Kaffee und Kuchen getroffen, um das Jahr Revue passieren zu lassen und zu hören, wo es noch Verbesserungsbedarf gibt. „Viele gute Gedanken sind dabei herausgekommen, so dass wir optimistisch und voller Tatendrang in das neue Jahr starten“, kündigte Steffi Albers kurz vor dem Jahreswechsel an. Für alle Teilnehmer der Runde gab es einen liebevoll gestalteten Kalender des Stadtteilmanagements, um Termine sogleich festzuhalten, schließlich ist der Zeitplan von Rentnern häufig sehr eng gestrickt.

Die Treffen mit Vertretern der Kurse sollen im neuen Jahr dann quartalsweise stattfinden. Außerdem möchten einige Teilnehmer zukünftig auch im Hausbeirat, der zurzeit aus fünf Seniorinnen besteht, aktiv mitarbeiten. Und auch für die einzelnen Gruppen wurden bereits Pläne gemacht. Die Hobbymaler, im ASZ gibt es zwei Malgruppen, möchten einen Kalender mit ihren Kunstwerken herausbringen, die Damen der Romméspielgruppe suchen Verstärkung, ein Senior der Skatgruppe möchte das ASZ wieder als Auftrittsort für belorussische Kinder im September nutzen, die Malgruppe „Die bunte Palette“ plant wieder eine Ausstellung im Altenpflegeheim, außerdem wird es Aktionen mit Kindern der benachbarten Kita „Die Wurzel“ und der Kita „Neustädter See“ geben. Die Senioren, die das Alten- und Service-Zentrum nutzen, dürfen sich also auf ein abwechslungsreiches Programm im neuen Jahr freuen.

(Quelle: Volksstimme, 03.01.2017)

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