Genossenschaft setzt auf grüne Wiese

Rasenflächen im Kannenstieg werden bewusst selten gemäht

Seit dem Abriss der Plattenbauten an der Helene-Weigel-Straße/Pablo-Picasso-Straße vor über vier Jahren sind die Flächen unbebaut, grüne Wiese bestimmt das Straßenbild. Das gefällt jedoch nicht jedem. In einem Leserbrief kritisiert ein Anwohner den Zustand der Flächen. „Es kümmert sich niemand darum, sie verwahrlosen. Ich liebe auch naturbelassene Wiesen, aber keinen 1,60 Meter hohen Wildwuchs“, heißt es in dem Schreiben.

Der Großteil der fraglichen Grünflächen befindet sich im Eigentum der Wohnungsbaugenossenschaft „Otto von Guericke“. Deren Vorstand Karin Grasse erklärt auf Volksstimme-Anfrage, dass der Zustand der Flächen durchaus so gewollt ist. „Wir bezeichnen diese Freiflächen bewusst als naturbelassen und möchten somit zu einem besseren Ökosystem beitragen“, erklärt sie. Generell würden diese Naturwiesen zweimal im Jahr gemäht, im Juni und Ende August. Die Randbereiche kommen im Rahmen der Verkehrssicherung und Sauberkeit öfter dran.

„Es ist eine Geschmacksfrage, ob eine Naturwiese ungepflegt oder einfach nur natürlich wirkt“, sagt Karin Grasse. Ihre Genossenschaft sei der Meinung, „dass man nicht alle Rasen- und Wiesenflächen ständig mähen, sondern auch auf das Gleichgewicht der Natur achten sollte.“ So würden schon seit geraumer Zeit Rückzugsorte für Tiere ausgewiesen, wie z. B. für Igel und Vögel. Dies soll künftig auch bei den Naturwiesen geschehen.

(Quelle: Volksstimme, 04.08.2017)

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