Stufenlos ins Bürgerhaus

Fahrstuhl und Rampe für soziale Einrichtung im Kannenstieg / Finanzierung über Fördermittel

Das Bürgerhaus Kannenstieg mit dem Alten- und Service-Zentrum für Senioren soll barrierefrei werden. Für kommendes Jahr könnten Fördermittel für die Einrichtung eines Fahrstuhls bereitgestellt werden.

Das Bürgerhaus in der Johannes-R.-Becher-Straße ist Anlaufpunkt für alle Generationen im Stadtteil Kannenstieg. Durch das Alten- und Service-Zentrum (ASZ) zählen auch viele Senioren zu den täglichen Besuchern. Für die Gehbehinderten unter ihnen sowie für Rollstuhlfahrer gestaltet sich der Zugang zu den Räumlichkeiten jedoch schwierig.

„Unser Sportraum ist zum Beispiel in der oberen Etage“, sagt ASZ-Mitarbeiterin Annette Münzel. Die 16 Treppenstufen stellen ältere Teilnehmer der Bewegungsangebote vor ein schwer zu überwindendes Hindernis. Rollstuhlfahrer sind ganz außen vor.

Schwelle als Stolperfalle

Auch eine Besucherin des Töpferkurses ist gehbehindert und auf Hilfe angewiesen, berichtet sie weiter. Probleme bereite den Besuchern zudem die Schwelle an der Tür zum Innenhof, die in der warmen Jahreszeit bei Veranstaltungen oft genutzt wird. Obwohl sie nur wenige Zentimeter hoch ist, wird sie für manche zur Stolperfalle.

Abhilfe ist jedoch in Sicht. Die Stadtverwaltung plant bereits den Anbau eines Fahrstuhls, um den Zugang zur oberen Etage zu gewährleisten. Um das Projekt zu finanzieren, sollen Fördermittel aus dem Programm „Soziale Stadt“ beantragt werden. Insgesamt ist die Rede von 145 000 Euro Baukosten, wobei der Anteil der Stadt bei circa 48 000 Euro liegt, der Rest würde von Bund und Land kommen. Die Umsetzung ist für das kommende Jahr geplant.

Der SPD-Ortsverband Nord hat das Thema gestern auch in den Stadtrat getragen. Neben dem aktuellen Stand für die Umsetzung des Fahrstuhls ging es in der Anfrage auch um eine Rampe an der Tür zum Außenbereich.

„Säule der Sozialarbeit“

Beides sei wichtig für die Einrichtung, schreiben die Stadträte Marko Ehlebe und Christian Hausmann, weil sich das Bürgerhaus „durch seine niederschwelligen und generationsübergreifenden Angebote und Projekte als wichtige Säule der Sozialarbeit im Stadtteil etabliert hat“. Die Antwort der Stadt erfolgt schriftlich.

Neben dem ASZ sind im Bürgerhaus der Jugendklub der Jungen Humanisten, die Migrationsberatungsstelle sowie der Deutsche Familienverband zu finden.

(Quelle: Volksstimme, 06.04.2018)

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