Gleisbau nach Nord bis 2021

Aktueller Stand auf den drei Bauabschnitten für die neue Straßenbahnstrecke

Zum aktuellen Stand am Nordast der 2. Nord-Süd-Verbindung mit seinen drei Bauabschnitten der Straßenbahn bat die Volksstimme MVB-Sprecher Tim Stein um Antworten zu den wichtigsten Fragen.

Volksstimme: Werden die Gleisbauarbeiten im 6. Bauabschnitt im Kannenstieg in diesem Jahr beginnen?

Die Bauarbeiten beginnen im ersten Halbjahr 2019 und erstrecken sich bis Ende 2020. Zunächst werden Versorgungsleitungen umverlegt und neu gebaut.

Wird es eine Sperrung der Kreuzung Milchweg/Ebendorfer Chaussee geben?

Voraussichtlich im Sommer 2021 wird es zu einer Sperrung kommen.

Ist ein Anschluss an die Strecke der Linie 1 möglich oder geplant, um den Kannenstieg unabhängig von der restlichen Strecke ans Netz anschließen zu können?

Es ist geplant, dass die Anbindung der Strecke zum Kannenstieg mit dem kompletten Gleiskreuz, also einschließlich der Weichen zum Abschnitt zum Hermann-Bruse-Platz, erfolgt.

Zum 4. Bauabschnitt: Wann werden voraussichtlich Gleise durch die Kritzmannstraße gelegt?

Der Baubeginn in der Kritzmannstraße ist für den Spätsommer dieses Jahres geplant. Bevor die Gleise verlegt werden, müssen aber zuerst die Tiefbauarbeiten vorgenommen werden. Auch hier müssen wieder vorab umfangreich die verschiedenen Versorgungsleitungen verlegt und neu gebaut werden. Mit der Erneuerung der Stützwand hat die Landeshauptstadt begonnen. Diese Arbeiten werden sich bis ins nächste Jahr strecken, anschließend beginnt der Gleisbau.

Wann wird die Wendeschleife am Hermann-Bruse-Platz angelegt?

Nach derzeitigem Plan im Jahr 2021.

Wird es eine Sperrung der Kreuzung Mittagstraße/Kritzmannstraße geben?

Im gesamten Bauzeitraum bis Ende 2021 soll der Verkehr einspurig aufrechterhalten werden.

Wann erwarten die MVB den Planfeststellungsbeschluss für den 5. Bauabschnitt?

Wir werden einen Planänderungsantrag einreichen. Dies ist ein übliches Verfahren, welches wir bereits bei den anderen Bauabschnitten gemacht haben. Wir gehen derzeit davon aus, dass das Verfahren im zweiten Halbjahr 2019 abgeschlossen wird.

Welche Gründe gibt es für die lange Bearbeitungszeit?

Wir mussten unsere eingereichten Planunterlagen während des Verfahrens auf Veranlassung der Planfeststellungsbehörde konkretisieren. So haben wir nach dem Erörterungstermin weitere verschiedene Trassierungsmöglichkeiten der Straßenbahngleise geprüft, um die Eingriffe in die Privatgrundstücke im Burgstaller Weg zu minimieren. Außerdem mussten Gutachten für einen Abwasserkanal und für die Beschaffenheit des Baugrundes erstellt werden, was einige Zeit in Anspruch genommen hat.

Konnten für alle betroffenen Grundstückseigentümer am Burgstaller Weg Lösungen gefunden werden?

Da das Verfahren noch läuft, können wir uns dazu nicht äußern. Dies ist Entscheidung der Planfeststellungsbehörde.

Wann könnte dieser Abschnitt frühestens in Angriff genommen werden?

Ende 2020 könnten die Bauarbeiten starten.

Nach aktueller, realistischer Schätzung: Wann fährt die erste Bahn zwischen Hauptbahnhof und Endhaltestelle Kannenstieg?

Dies ist neben der Abhängigkeit vom weiteren Verlauf unserer Baumaßnahmen und Verfahren auch unter anderem vom Fortschritt beim Bau der Eisenbahnüberführung Ernst-Reuter-Allee abhängig, da die neue Straßenbahntrasse die B1 queren wird und diese derzeit die Hauptumleitungsstrecke für den Autoverkehr ist. Ob eine Genehmigung für die Bauarbeiten an der B1 bei gleichzeitiger Sperrung am Hauptbahnhof erfolgt, ist nicht sicher.

Am kommenden Donnerstag, 14. März, ab 18 Uhr informieren die MVB in der Grundschule „Kannenstieg“ über den Bauablauf im BA6.

(Quelle: Volksstimme, 08.03.2019)

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Kommentare: 1
  • #1

    Kathrin Müller (Mittwoch, 13 März 2019 17:43)

    Das in diesem schmalen Wohngebiet den Bewohnern noch eine Straßenbahn vor die Nase gesetzt wird ist ein riesen Einschnitt für die Wohnqualität vieler Bewohner. Ich wohne ewig in der Hans- Grundig Straße 4, direkt an der Tangente, auch hier wurden für einen Plastik Wall diverse gesunde und wunderschöne Bäume gefällt, dennoch ist der Straßenlärm enorm laut, womit man sich arrangiert hat.
    Des weiteren wurde eine Art Spielplatz für Erwachsene errichtet wo es so richtig zur Sache geht, Drogen, gegröle und Randalismus sind hier an der Tagesordnung.
    Das nun noch eine Strassenbahnstrecke hier gebaut sprich reingequetscht wird ist der Horror. Wir bekommen also 3 oder 5 Jahre Baulärm und Dreck?
    Wenn die Bauarbeiten dann irgendwann beendet sind, werden wir durch die lästig lauten Geräusche einer quietschen Straßenbahn in den Wahnsinn getrieben. Ob nach den Baumaßnahmen der Ärger vorbei ist bezweifele ich.
    Ich benutze auch Bus und Bahn, aber diese Maßnahme ist reine Geldverschwendung!!!
    Wer solche Bauvorhaben plant, wohnt selbst nicht im Betonsilo, man hat den Luxus seinen Feierabend im Häuschen umgeben von schöner Natur zu genießen.

    Ach übrigens ich hätte gern eine Wohnung wo ich meine Ruhe nach der Arbeit finde. Das ist eine direkte Anfrage.

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