„Hier macht es Spaß, älter zu werden“

Alten- und Service-Zentrum im Kannenstieg wird 20 Jahre

Beratung, Betreuung und Begegnung – das bietet seit nunmehr 20 Jahren das Alten- und Service-Zentrum im Bürgerhaus Kannenstieg. Das Herz der Einrichtung sind neben den Mitarbeitern die vielen ehrenamtlichen Helfer.

Es war bezeichnend, dass das Fest zum 20-jährigen Bestehen des Alten-und Service-Zentrums (ASZ) Kannenstieg nicht ohne die vielen Helfer hätte stattfinden können. Die Seniorinnen und Senioren, die sich sonst rege im Alltag der Einrichtung des Paritätischen beteiligen, waren auch während der Feierlichkeiten aktiv. Büfett vorbereiten, Sektgläser reichen und einsammeln, Dekoration gestalten – jeder einzelne trug seinen Teil bei.

Und so galt vor allem ihnen der Dank der beiden hauptamtlichen Mitarbeiterinnen des ASZ, Annette Münzel und Steffi Albers. Münzel ist von Anfang an dabei, ihre Kollegin stieß vor 13 Jahren dazu. Beide sind sie wichtige Ansprechpartner für ältere Menschen im Kannenstieg und den umliegenden Stadtteilen.

Und auch andersherum können sie viel von ihren Besuchern lernen. „Als ich hier anfing, hatte ich durchaus Sorgen vor dem Älterwerden“, erzählte Steffi Albers, „aber dank ihnen habe ich jetzt keine Angst mehr vor dem Alter“. Und Annette Münzel scherzte: „Wer erst einmal drin ist, kommt nicht so schnell wieder raus.“ Denn für viele Besucher sei das ASZ wie ein zweites Zuhause.

Hans-Jürgen Villard, Leiter der Stabsstelle Seniorenpolitik in der Stadtverwaltung und als „Vater der ASZ“ vorgestellt, erinnerte daran, dass diese Einrichtungen – fünf gibt es im Stadtgebiet – eine Errungenschaft der Nachwendezeit seien. Meist aus den Klubs der Volkssolidarität hervorgegangen, konnten sie erhalten werden. Heute gebe es manche Stadt, die neidisch auf das Netz sozialer Betreuung für Senioren sei, erklärte er.

Heinz Lachetta ist seit vielen Jahren treuer Besucher und ließ es sich zum Jubiläum nicht nehmen, seine Glückwünsche im Namen aller auszusprechen. Er zitierte Ochsenius mit dem Spruch: „Es ist nicht wichtig, wie alt man wird, sondern wie man alt wird.“ „Und ich kann sagen: Hier in diesem Haus macht es Spaß, älter zu werden“, erklärte er unter dem Applaus der übrigen Besucher.

Das ASZ bietet täglich Kurse, Aktionen und Veranstaltungen an. So gibt es mit der Bunten Palette und den Mittwochsmalern gleich zwei Angebote für Hobbykünstler. Es wird gesungen, gestaltet und genäht. Es gibt aber auch das monatliche Treffen für Angehörige von Demenzkranken. Mit Schulen, Kitas und Seniorenheimen in Nord werden regelmäßig Projekte durchgeführt. So waren auch die Kinder der Kita „Neustädter See“ zu Besuch, um den Festbesuchern ein Programm zu zeigen. Sie sind bereits nächste Woche erneut mit den ASZ-Besuchern unterwegs. Am 11. Juli gibt es ab 10 Uhr einen gemeinsamen Bewegungstag am Ufer des Neustädter Sees.

Das ASZ Kannenstieg, Johannes-R.-Becher-Straße 57, ist täglich ab 8 Uhr geöffnet. Kontakt unter Tel. 251 29 33.

(Quelle: Volksstimme, 05.07.2019)

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