Kannenstieg: Überquerung zur Ringauffahrt nicht möglich

Baustraße führt nur auf die Ebendorfer Chaussee / Brückenarbeiten dauern sechs Monate / Verkehr in beiden Richtungen nur einspurig

Seit dem vergangenen Sonntag ist die Ringabfahrt zur Ebendorfer Chaussee in Richtung Süden gesperrt. Die Maßnahme ist Vorbote für die in der kommenden Woche beginnende Sperrung der Johannes-R.-Becher-Straße. Dann wird in Höhe der Ringabfahrt die Baustraße in Betrieb genommen, die während der Sperrzeit die Ausfahrt aus dem Wohngebiet Kannenstieg über die Otto-Nagel-Straße ermöglicht.

Im Zuge der Berichterstattung über die geplante Baumaßnahme der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) hatte Marcel Härtel, Stadtteilmanager für Kannenstieg und Neustädter See, angeregt, die Ampelschaltung an der Ringabfahrt so anzupassen, dass dann auch die Möglichkeit besteht, geradeaus zur Auffahrt auf den Magdeburger Ring in Richtung Innenstadt zu fahren. Auch Lutz Fiedler, Sprecher der AG Gemeinwesenarbeit Kannenstieg, hatte diesen Vorschlag unterstützt.

Umfangreiche Abstimmung

Bislang konnte man an der Abfahrt nur nach links und rechts auf die Ebendorfer Chaussee abbiegen. Und das wird auch während der Zeit der Umleitung so bleiben, wie Rathaussprecher Michael Reif mitteilt. Auf Volksstimme-Anfrage erklärt er zu dem Vorschlag: „Der Kfz-Verkehr aus dem Kannenstieg wird nach rechts oder links in die Ebendorfer Chaussee abbiegen können, darf aber weiterhin nicht die Ebendorfer Chaussee zur gegenüberliegenden Ringauffahrt überqueren.“ Zwar werde tatsächlich derzeit die Ampelsteuerung an der Abfahrt umprogrammiert, weshalb die Sperrung dort bereits jetzt gilt, eine Woche vor dem eigentlichen Baustart in der Becherstraße. Dem sei aber ein umfassender und längerer Abstimmungsprozess vorausgegangen, erklärt Reif, bei dem unter anderem der Öffentliche Nahverkehr, die Baustelle selbst, die unterschiedlichen Wegebeziehungen und die Ampeln im Umfeld berücksichtigt worden seien. Eine Überquerung der Straße war beim Ergebnis dieser Abstimmung nicht vorgesehen.

Reparaturen an Brücke

Zeitgleich mit der Sperrung der Ringabfahrt wurde auch die Verkehrsführung auf der Ebendorfer Chaussee geändert. Im Bereich der Brücke wird der Verkehr derzeit in beiden Richtungen auf den beiden südlichen Fahrbahnen entlanggeleitet. Die nördlichen Spuren sind abgesperrt. Dort wird das städtische Tiefbauamt in den kommenden Wochen und Monaten aktiv sein, um Schäden am Brückenbauwerk zu reparieren. Nach dem Ende der ersten Bauphase werde die Verkehrsführung geändert, sie bleibe aber in beiden Fahrtrichtungen weiterhin einspurig, so Michael Reif.

„Die Bauarbeiten an der Ringbrücke über die Ebendorfer Chaussee nehmen voraussichtlich rund sechs Monate in Anspruch“, kündigt der Stadtsprecher an.

Die Baumaßnahme der MVB für die neue Straßenbahnstrecke im Kannenstieg wird noch länger andauern. Mindestens bis Mai 2021 bleibt die Ringabfahrt deshalb gesperrt. Im Anschluss an den Streckenbau wird der ein Kilometer lange Abschnitt noch an die bestehenden Gleise der Linie 1 auf der Ebendorfer Chaussee angeschlossen.

(Quelle: Volksstimme, 22.04.2020)

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