Kritik an Änderung der Busroute im Kannenstieg

Weite Wege für ältere Anwohner

Vor gut einem Monat ist die Baustelle der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) in der Johannes-R.-Becher-Straße weiter nach Süden gerückt. Eine neue Straßenbahnstrecke wird dort gebaut. Für die Fortsetzung der Arbeiten musste die Hauptzufahrt in den Kannenstieg gesperrt werden.

Von den Umleitungen ist auch die Buslinie 69 betroffen, die in einer Art Ringverkehr um den Stadtteil herumfährt. Bis vor kurzem gab es noch eine Ersatzhaltestelle am Hanns-Eisler-Platz. Diese wurde aber gestrichen, weil eine Linienänderung notwendig war. Im Bereich der Endhaltestelle standen die Busse, die dort Pause machen, so ungünstig, dass sie Autofahrern die Sicht nahmen. Deshalb schicken die MVB ihre Busse nun über den Neuen Sülzeweg.

Das sorgt nun aber für neue Probleme, wie Petra Zimpel berichtet. Die Anwohnerin hat viel Kontakt mit ihren Nachbarn, viele davon älter und auf einen Rollator angewiesen. Durch den Wegfall der Haltestelle haben sie nun weite Wege bis zum Loitscher Weg oder zur Hans-Grundig-Straße vor sich, erklärt sie. „Das ist eine Zumutung“, sagt sie. Wenn sie im Loitscher Weg einsteigen, müssen sie an der Endhaltestelle aussteigen und 20 Minuten warten, bis die Fahrt weitergeht, sagt sie. Warum die Pause nicht am anderen Ende der Linie am Bahnhof Neustadt möglich ist, versteht sie nicht. Angesichts der langen Bauzeit von einem Jahr sollte eine Lösung gefunden werden.

Die Volksstimme hat das Anliegen gestern an die MVB weitergeleitet. Eine Stellungnahme steht noch aus.

(Quelle: Volksstimme, 04.06.2020)

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