Die „Königskinder“ vom Kannenstieg

Pfingstgemeinde bietet 57 Kita-Plätze in altem Kindergarten an / Einweihung im September

Die Kita „Königskinder“ hat still und leise im Kannenstieg ihren Betrieb aufgenommen. Die Pfingstgemeinde bietet Platz für bis zu 57 Kinder. Eine offizielle Einweihung ist für September geplant.

Schon als die Pfingstgemeinde Vaters Haus den ehemaligen Kindergarten an der Johannes-R.-Becher-Straße übernahm, gab es die Idee, diesen wiederzuleben. 1998 war das und es sollte über 20 Jahre dauern, bis dieses Vorhaben umgesetzt werden konnte. Doch bereits im vergangenen November sind die ersten kleinen „Königskinder“ in die gleichnamige Kita eingezogen.

Man habe die Eröffnung bewusst nicht öffentlich gemacht, sagt Annika Moll, Geschäftsführerin des Sozialwerks der Pfingstgemeinde e. V. als Träger der Einrichtung. Mit gerade einmal vier Kindern sei man am 1. November gestartet. Zuvor mussten die alten Kita-Räume grundlegend saniert werden. Es gibt eine Küche und neue Sanitärbereiche. Drei Gruppenräume mit Zugang zum Außenlände wurden eingerichtet.

Mittlerweile betreuen fünf Erzieher gut 40 Jungen und Mädchen in der Einrichtung. Viele der Kinder kommen aus dem Kannenstieg, darunter auch einige Familien mit Migrationshintergrund, was gut für die Integration sei. „Wir sind aber grundsätzlich für alle offen“, sagt Annika Moll. Auch ein christlicher Glauben sei nicht zwingend. „Die Eltern müssen sich aber bewusst sein, dass die christlichen Werte nicht nur eine Stunde am Tag behandelt werden, sondern die ganze Zeit vorgelebt werden. Das wissen unsere Eltern aber auch“, erklärt sie.

Neben dem Glauben wird im Kita-Konzept besonders auf Natur- und Erlebnispädagogik gesetzt. Dazu beginnt heute die Umgestaltung des Außengeländes. So wird zum Beispiel ein künstlicher Bachlauf angelegt. Außerdem soll ein großes Klettergerüst in Form einer Burg - passend für die „Königskinder“ – aufgestellt werden. Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, soll es im September eine offizielle Eröffnung der neuen Kita im Kannenstieg geben.

Zwischenzeitlich hatte die Einrichtung wie alle anderen Kitas der Stadt wegen des Coronavirus geschlossen. Erst nach mehreren Wochen kamen die ersten Kinder wieder in die Notbetreuung. Annika Moll sieht den „herausfordernden Start“ jedoch auch positiv. „Es wurde uns geschenkt, damit wir langsam und gesund wachsen können“, sagt sie.

Die Einrichtung ist offiziell in der städtischen Bedarfsplanung und kann über das Kita-Portal gefunden werden. Nach Angaben der Stadt gibt es im Krippenbereich insgesamt 17 Plätze, für Kinder ab drei Jahren können 40 Plätze belegt werden. Einige freie Plätze gebe es derzeit noch, sagt die Geschäftsführerin des Trägers. „Wir wollen das Gold in den Kindern und Erziehern entdecken“, sagt Annika Moll über das Konzept der Einrichtung.

Das Gebäude an der Becherstraße 51 wird neben dem „Königskindergarten“ weiterhin als Gemeindehaus, Wohnhaus und Stützpunkt der Pfadfinder Royal Rangers genutzt.

(Quelle: Volksstimme, 16.07.2020)

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