Mit Grünkohl und Kartengrüßen gegen Corona-Frust

ASZ Kannenstieg bietet Weihnachtsessen zum Mitnehmen an / Aktionen als Kontakt zu Senioren

Weihnachtszeit ist normalerweise Grünkohlzeit. Auch auf dem Adventsmarkt im Alten- und Service-Zentrum (ASZ) Kannenstieg gab es in den vergangenen Jahren stets eine deftige Portion für die Senioren aus dem Stadtteil. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte das ASZ-Team in diesem Jahr keinen Markt durchführen. Den Grünkohlgenuss sollten die Besucher aber dennoch nicht missen.

Also stellten sich die beiden Mitarbeiterinnen Annette Münzel und Steffi Albers in die Küche und kochten einen großen Topf Grünkohl. Unterstützt wurden sie dabei von Erna Nonn, die seit über 15 Jahren das Gedächtnistraining im ASZ ehrenamtlich leitet. „Sie schmeckt alles am Ende ab“, sagt Steffi Albers. Dazu wurden Christstollen gebacken.

Anschließend konnten die Senioren – mit Abstand und Mundschutz – ihre Portion am Bürgerhaus in der Johannes-R.-Becher-Straße abholen. Über 50 Portionen wurden von den beiden ASZ-Mitarbeiterinnen und ihren Helfern ausgeteilt.

Die Grünkohl-Ausgabe ist nicht die einzige Aktion, mit der das ASZ versucht, trotz der aktuellen Einschränkungen in Kontakt mit seinen Besuchern zu bleiben. „Wir haben in den letzten Tagen für unsere Senioren Adventsbriefe verteilt. Darin waren Gedichte, Anregungen zum Basteln von Sternen und zum Malen, Plätzchenrezepte, Liedtexte und Rätsel enthalten. Damit wollten wir ihnen nicht nur eine Freude bereiten, sondern sie auch zur Beschäftigung motivieren“, berichtet Steffi Albers. Über 80 Briefe wurden in die Briefkästen gelegt. „So bleiben wir ständig im Gespräch und spenden Hoffnung und Zuversicht.“

Zudem gibt es den Adventskalender im Schaufenster des Eingangsbereichs. Dieser wird täglich neu gestaltet. Die einzelnen Gruppen, die sich sonst regelmäßig im ASZ treffen, gestalten ihn mit Bildern, Gedichten sowie Infos über ihre Aktivitäten.

Für Heinz Lachetta, ebenfalls seit vielen Jahren treuer ASZ-Besucher, ist der Kalender eine „gelungene Geste, mit deren Art und Weise Verbindungen erhalten und Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit gefördert werden“. Er ist selbst in zwei Gruppen aktiv.

Überhaupt sei das Bemühen der Mitarbeiterinnen „bemerkenswert“. „Mit klugen Überlegungen und Maßnahmen halten sie den Kontakt zu den Bürgern des Stadtteils aufrecht“, meint er. Telefonate zu betagten Menschen sei tägliche Arbeit, ebenso wie Hilfe vor Ort und Übernahme organisatorischer und Unterstützung schriftlicher Angelegenheiten aller Art. „Dank für eine umfangreiche Arbeit in einer schwierigen Zeit“, erklärt Heinz Lachetta.

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