Kirschen für den Kannenstieg

Vorzeitige Ersatzpflanzung für gefällte Bäume an der Becherstraße

Es ist erst wenige Wochen her, da wurden in einer von der Johannes-R.-Becher-Straße abgehenden Stichstraße mehrere Bäume gefällt. Das hatte für Unmut bei den Anwohnern gesorgt. Nun wurde bereits für Ersatz gesorgt. Am Montag kamen die neuen Bäume in die Erde vor dem Mehrfamilienhaus. Allerdings ein paar Meter näher an die Balkone. Grund für die Fällung war ein sogenannter Kollektorgang der Städtischen Werke Magdeburg (SWM), der im Bereich der alten Bäume unterirdisch verlief. Als dieser vor gut 40 Jahren gebaut wurde, wurden die Winterlinden ohne Rücksicht darüber gepflanzt. Im Lauf der Zeit wurden die Bäume größer, ihre Wurzeln wuchsen langsam um die Anlage herum und beschädigten sie mehr und mehr. Seit Mitte 2020 standen die SWM und die Eigentümerin des Wohnblocks, die Wohnungsbaugenossenschaft „Otto von Guericke“, im Austausch, wie weitere Schäden der Anlage verhindert werden können. Der Gang muss dringend saniert werden, da bereits Wasser eindringt, was zu weiteren Problemen führt. Letztendlich blieb daher nur die Fällung der Bäume als Lösung übrig. Ursprünglich sollten die Ersatzpflanzungen erst im kommenden Herbst erfolgen, wie Karin Grasse, Vorständin der Guericke-Genossenschaft angekündigt hatte. Nun konnte sie aber schon Vollzug vermelden. Eine Reihe Traubenkirschen steht vor den Balkonen in ausreichend Abstand zum SWM-Gang. Sie sollen Schmetterlingen und Bienen als Nahrungsquelle dienen. „Jetzt fehlen nur noch einige Büsche“, erklärt Karin Grasse weiter. Eine Hecke aus 300 Weißdornsträuchern soll die Ersatzbäume ergänzen.

(Quelle: Volksstimme, 22.04.2021)

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