Schienen rutschen für neue Trasse zur Seite

Nächste Bauphase für 2. Nord-Süd-Verbindung der Straßenbahn ist gestartet/ Birkenweiler-Abschnitt folgt 2022

Seit Montag fahren keine Straßenbahnen mehr in Richtung Lerchenwuhne. Schon nach wenigen Tagen wird klar, warum das vorerst gar nicht möglich ist. Denn die Schienen zwischen Ringabfahrt und Johannes-R.- Becher-Straße sind mittlerweile komplett entfernt worden. Bagger schaufeln das zurückgebliebene Schotterbett aus. Tim Stein, Sprecher der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB), erklärt auf Volksstimme-Anfrage, warum der Gleisrückbau erfolgt. „Der Bereich gehört zum Baufeld der 2. Nord-Süd-Verbindung. Weil der Bogen aus der Becherstraße in die Ebendorfer Chaussee so groß ist, muss die Lage der Gleise etwas verschoben werden“, beschreibt er die Situation. Neue Haltestellen Die vorhandene Haltestelle wird deshalb auch zurückgebaut. Ist der Anschluss der neuen Trasse im Kannenstieg an das bestehende Schienennetz erfolgt, wird in der Johannes-R.-Becher-Straße ein neues Haltestellenpaar angelegt sein. Später folgt dann auch hinter der Kreuzung eine Haltestelle in Richtung Lerchenwuhne, sagt Stein weiter. Dass jetzt zunächst nur ein Teil der Gleiskreuzung angelegt wird, liege daran, dass das Planfeststellungsverfahren für den anschließenden Bauabschnitt durch den Birkenweiler lange gedauert hatte. Erst im Dezember erlangten die MVB Baurecht für den 1,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen Hermann-Bruse-Platz im Neustädter Feld und der Ebendorfer Chaussee. Aktuell läuft noch die Ausführungsplanung für die Trasse, voraussichtlich Anfang 2022 soll Baustart sein. Dabei werde auch wie schon im Kannenstieg in einzelnen Bauabschnitten vorgegangen, blickt Stein voraus. Dann wird auch die Gleiskreuzung ergänzt. Künftig sollen die Bahnen, die aus Süden kommen, Richtung Ikea und Kannenstieg fahren können. Von der Klosterwuhne kommend wird es ebenfalls nur diese beiden Richtungsmöglichkeiten geben. Zu großer Kurvenradius Das Abbiegen vom Kannenstieg zu Ikea würde aufgrund der kurzen Strecke keinen Sinn ergeben, meint der MVB-Sprecher. Und für ein Abbiegen vom Milchweg in Richtung Klosterwuhne hätte die Kreuzung aufgrund des großen Kurvenradius zu aufwendig ausgebaut werden müssen. Die Einweihung des einen Kilometer langen Teilabschnitts im Kannenstieg ist für den 2. September geplant. Aktuell laufen Gespräche mit der Gemeinwesenarbeitsgruppe über ein gemeinsames Fest zur Eröffnung, sagt Tim Stein. Dies sei aber natürlich abhängig von der Corona-Lage zu diesem Zeitpunkt.

(Quelle: Volksstimme, 02.07.2021)

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