Kabelknüpfen für den Trassenbau

Nach langem Warten auf Material: MVB-Arbeiten in Johannes-R.-Becher-Straße gehen weiter

Rund sechs Wochen haben die Magdeburger Verkehrsbetriebe auf Material gewartet, um den Trassenbau entlang der Johannes-R.-Becher-Straße fortsetzen zu können. Es musste gar der Eröffnungstermin verschoben werden. Nun ist das Material da und die Arbeiten gehen weiter.

Längst hätte die Straßenbahn auf der neuen Trasse entlang der Johannes-R.-Becher-Straße fahren sollen. Weil die Magdeburger Verkehrsbetriebe jedoch auf Fahrdraht und Tragseil warten mussten, konnte am Eröffnungstermin der Trasse nicht festgehalten werden. Doch nun eine gute Nachricht: Das fehlende Material ist endlich da und wird angebracht und installiert. Wie MVB-Sprecher Tim Stein erklärt, werden die Arbeiten bis etwa Ende November andauern. An dem Eröffnungstermin, 6. Dezember, halten die MVB fest. Ein sportliches Ziel, schließlich müssen nach der Anbringung und Installation der Fahrleitungsanlage an den Masten auch noch die Lichtsignalanlagen programmiert werden, Verkehrszeichen und Absperrungen gesetzt und die Gleisbegrünung hergerichtet werden. Darüber hinaus steht die technische Abnahme und Inbetriebsetzung des Gleichrichterunterwerks (Trafohaus in der Wendeschleife), der Fahrleitungsanlage sowie der Gleise und Weichen aus. Doch das war noch nicht alles: Die Fertigstellung des Parkplatzes gegenüber dem Kannenstiegcenter muss gemanagt werden, der Bau des Parkplatzes in der Wendeschleife und das Aufhübschen durch ergänzendes Begleitgrün und weitere landschaftspflegerische Maßnahmen. Obgleich die MVB den Eröffnungstermin für die neue Trasse bereits auf einen späteren Zeitpunkt verlegt hatten, setzt der Zeitverzug durch den Lieferengpass die Mitarbeiter unter Druck.

Kein gewöhnliches Kabel für die Oberleitung

Doch warum war es eigentlich so schwer, einen Fahrdraht zu besorgen? Weil es sich dabei nicht um irgendein Kupferkabel handelt, erklärt Tim Stein. „Bei dem fehlenden Material handelt es sich um Fahrdraht, der aus Kupfer und Silber besteht und eine von gewöhnlichen Kabeln abweichende Querschnittsgeometrie hat.“ Auch fehlte Tragseil für die Abspannung für rund 220 Meter Kettenfahrleitung. Durch die Corona-Krise sei das Material gegenwärtig am Markt nur mit längeren Lieferzeiten erhältlich. Letztlich warteten die MVB rund sechs Wochen länger auf Fahrdraht und Tragseil. Im Verhältnis zu gut zwei Jahren Bauzeit scheinen sechs Wochen beinah kurz. Seit 2019 arbeiten die MVB an der einen Kilometer langen Straßenbahnneubaustrecke in das Wohngebiet Kannenstieg. Mit ihr erhalten die über 5000 Einwohner erstmals einen direkten Anschluss an das Straßenbahnnetz. Die Bauarbeiten sind Teil des Gesamtprojektes 2. Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn. Die Neubaustrecke schließt an der Kreuzung Ebendorfer Chaussee/Milchweg an die vorhandene Straßenbahntrasse Ikea-Klosterwuhne an. Später wird sie auf einer weiteren Neubaustrecke in Richtung Neustädter Feld verlängert.

(Quelle: Volksstimme, 28.10.2021)

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