Jugendklubs unter neuer Flagge

Neue Träger sollen Anfang 2022 Einrichtungen im Kannenstieg und in Rothensee übernehmen

Für zwei Jugendklubs im Norden der Stadt stehen Veränderungen an. Der bisherige Träger gibt die Verantwortung ab, zwei neue Träger übernehmen die Mitarbeiter sowie die Angebote für Kinder und Jugendliche.

Bald drei Jahrzehnte gibt es den Jugendtreff im Bürgerhaus Kannenstieg. Die Jungen Humanisten e. V., die dort auch ihren Sitz haben, waren bislang für die offene Kinder- und Jugendarbeit vor Ort im Stadtteil verantwortlich. Mit Beginn des neuen Jahres soll sich das ändern. Eine entsprechende Beschlussvorlage soll am Donnerstag im Jugendhilfeausschuss abgesegnet werden. Mit dem Deutschen Familienverband Sachsen-Anhalt e. V. wird ein „Nachbar“ die Geschicke künftig lenken. Der Verein hat seinen Sitz ebenfalls im Bürgerhaus und bietet dort eine generationsübergreifende Begegnungsstätte an. Bereits seit mehreren Jahren bestehen Kooperationen und Projekte mit dem Jugendklub, wie Geschäftsführer René Lampe erklärt. Dennoch sei solch eine Einrichtung für den Träger „absolutes Neuland“, wie er einräumt.

Angebote für junge Mütter

Für die Kontinuität wird deshalb der aktuelle Mitarbeiter übernommen, eine bislang unbesetzte Stelle soll mit einer Frau besetzt werden, um paritätisch aufgestellt zu sein, wie Lampe weiter sagt. „Es kommen viele junge Mütter in die Einrichtung“, erklärt er. Auf diese jungen Mütter und Familien wolle man deshalb künftig verstärkt das Augenmerk legen. Ansonsten sollen die bestehenden Angebote fortgeführt werden, um die Umstellung für die Kinder und Jugendlichen gering zu halten. Große Unterstützung habe es dabei vom Jugendamt gegeben, sagt Lampe.

Die Jungen Humanisten geben zeitgleich auch das Kinder- und Jugendhaus „Rothenseer Treff“ ab. Die Einrichtung ist seit dem Abriss des alten Kindergartengebäudes an der  Badeteichstraße in der ehemaligen August-Bebel-Schule zu finden. Insgesamt ist sie seit über 20 Jahren für die Kinder und Jugendlichen im Stadtteil Rothensee ein Anlaufpunkt und soll es auch künftig bleiben, wie Stephan Klauert, Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V., versichert. Der Träger betreut in der Ortslage bereits die Kita sowie den Hort der Grundschule. „Mit dem Jugendklub schließen wir jetzt eine Lücke, da wir nun auch die älteren Kinder und Jugendlichen erreichen“, sagt Klauert weiter.

Ansprechpartner bleiben

Auch in diesem Fall konnte erreicht werden, dass die beiden Angestellten vom neuen Träger übernommen werden. Somit müssten sich die jungen Besucher nicht an neue Gesichter gewöhnen, so Klauert. „Ihre Ansprechpartner bleiben erhalten“, sagt er. Bereits im vergangenen Sommer hatten die Jungen Humanisten bei der Stadtverwaltung angezeigt, dass sie die beiden Einrichtungen abgeben wollen. Aus welchen Gründen diese Entscheidung getroffen wurde, wird in der Beschlussvorlage nicht benannt. Eine Anfrage an den Verein blieb bislang unbeantwortet.

(Quelle: Volksstimme, 07.12.2021)

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