Kannenstiegler müssen auf Wartehäuschen warten

Vergabe von Werberechten soll bald im Stadtrat beschlossen werden / Beigeordneter bittet um Geduld

Seit Ende vergangenen Jahres fährt die Straßenbahn auf der neu gebauten Strecke durch den Kannenstieg. Zur Eröffnung mussten die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) den Fahrgästen einen Wermutstropfen einschenken: An drei Haltestellen gibt es derzeit noch keine Wartehäuschen. Frühestens im kommenden Jahr sollen sein aufgestellt werden, hieß es zunächst.

Das befand die SPD-Fraktion im Stadtrat als zu lang und beantragte im Sinne der Fahrgäste im Januar eine vorzeitige Aufstellung von Unterständen zum Schutz vor Regen und Schnee. Eine Stellungnahme der Stadtverwaltung dazu liegt mittlerweile vor, allerdings mit dem Status „Nicht öffentlich“ versehen. Hintergrund sind laufende Vertragsverhandlungen, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind, wie die Verwaltung mitteilt. Die Stadt vergibt derzeit ihre Außenwerberechte neu, zu denen auch die Ausstattung der Haltestellen der MVB gehören. Derzeit ist noch das Unternehmen Ströer dafür verantwortlich. Der aktuelle Vertrag läuft aus. Ein neuer tritt voraussichtlich am 1. Januar 2023 in Kraft - ob wieder mit Ströer oder einem anderen Unternehmen ist Gegenstand der aktuellen Verhandlungen.

Die Volksstimme bat die Verwaltung, die Grundaussage der Stellungnahme freizugeben – kommen die Wartehäuschen nun früher oder nicht? Magdeburgs Baubeigeordneter Jörg Rehbaum antwortet: „Wir versuchen, eine Lösung für die fehlenden Fahrgastunterstände zu finden. Dies ist uns leider noch nicht gelungen.“ Er verweist ebenfalls auf die Neuvergabe der Werberechte. Seinen Angaben nach soll die Entscheidung dazu zeitnah im Stadtrat behandelt werden. Sobald es einen Beschluss gibt, werde man Kontakt zum neuen Vertragspartner aufnehmen, „um die fehlenden Wartehäuschen im Bereich Kannenstieg mit ihm zu erörtern und zu einer alsbaldigen Lösung zu gelangen“, versichert der Beigeordnete. „Wir verstehen die Unannehmlichkeiten, welche die derzeitige Wartesituation an den Haltestellen für die dort wohnenden Menschen hervorrufen, und können nur um noch etwas Geduld bitten“, so Jörg Rehbaum.

(Quelle: Volksstimme, 23.03.2022)

 

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