Ansichten einer Oma: Kein schöner Kannenstieg für Kinder

Vor einem Jahr berichtete die Volksstimme über eine weitere Idee für einen attraktiveren Kannenstieg.
Vor einem Jahr berichtete die Volksstimme über eine weitere Idee für einen attraktiveren Kannenstieg.

Anwohnerin kritisiert die Kinderunfreundlichkeit im Stadtteil

 

„Wenn der Kannenstieg beim Stadtteiljubiläum mitfeiert, frage ich mich, was hier falsch läuft. Wo bitte bleiben die Kinder?“ Regina Kaiser

 

„Anmerkungen einer Oma“ überschrieb Regina Kaiser ihren Appell, den sie per Leserbrief an die Volksstimme schickte und der auch auf der jüngsten Sitzung der AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Kannenstieg diskutiert wurde. Darin fordert sie einen kinderfreundlicheren Kannenstieg. Denn ihrer Ansicht nach wird für die kleinsten Stadtteilbewohner zu wenig getan. „Heute stelle ich mit Grausen fest, dass dieser Stadtteil völlig gegen Kinder orientiert ist“, schreibt die Oma von zwei Kindern, die im Kannenstieg wohnen. „Bis letztes Jahr durften Kinder auf dem Innenhof spielen, auch Fußball wurde ohne Beanstandungen ertragen. Dann begann eine Zeit, die jegliche Freude am Stadtteil nehmen kann. Es wurde begonnen, Beweisfotos von den Kindern zu erstellen, Beschwerden waren an der Tagesordnung und nun folgten Schilder, die Ballspiele aller Art verbieten.

Vernünftige Spielplätze gibt es nicht. Wo also sollen sich Kinder ungestört ausleben dürfen? Sicher es gibt einen Sportplatz, doch der Sportverein wird wenig erfreut sein, wenn sich die Kinder aus dem Stadtteil dort austoben. Der Spielplatz an der Grundschule ist zwar schön, doch die Entfernung ist zu weit. Die Feiern für das jahrzehntelange Bestehen des Stadtteils machen Sinn, wenn man es aus Sicht des Neustädter Sees sieht. Wenn aber der Kannenstieg mitfeiert, frage ich mich, was hier falsch läuft. Ein Häuserblock wurde abgerissen, da wird über einen neuen Einkaufsmarkt oder altersgerechtes Wohnen nachgedacht. Aber warum denkt man denn nicht mal über einen großen Spiel- und Bolzplatz nach? Wo bitte bleiben die Kinder? Auch sie sind vielleicht die nächsten Mieter, aber nur wenn sie und ihre Kinder sich hier wohl fühlen.“ Vor fast genau einem Jahr berichtete die Volksstimme bereits über die Ideen von Fritz Schaumann, der sich als interessierter Anwohner ebenfalls seine Gedanken zur Entwicklung des Stadtteils gemacht hatte. Sein Park „Grüne Mitte“ würde auch Regina Kaiser gefallen. Die GWA-Gruppe hat ihre beiden Anliegen zur Kenntnis genommen. In der weiteren Diskussion zur Stadtentwicklung in Nord sollen sie einbezogen werden.

(Quelle: Volksstimme)

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